Auf den Semesterschluss hin geht alles drunter und drüber. Es haben wieder einige Leute Geburtstag, das Projekt muss zu einem Ende gebracht werden, die Dozenten kriegen Torschlusspanik und wollen ihren Stoff noch irgendwie in die letzten Vorlesungen hineinwürgen und das schöne Wetter hilft nicht grad beim Bloggen.
Tja, und damit auch schon wieder Ende Statusmeldung, denn ab morgen ist so ziemlich jeder Tag bis zum 25. verplant. Und ich hab noch sehr viel zu tun.
PS: Die Kommentare sind zur Kenntnis genommen und werden Feedback erhalten, aber im Moment reichts echt nur für diesen 5-Minuten-Beitrag. Sorry!
Verhaltensbiologen haben die Scheu, die eigene Art zu quälen oder zu töten, bei praktisch jedem intelligenten Lebewesen nachgewiesen. Nur der Mensch, eigentlich die höchste Lebensform auf Erden, setzt sich regelmässig über diese natürliche Barriere hinweg.
Sagt jemandem der Begriff Darfur etwas? Mir fiel dabei bisher immer nur ein Level aus einem Computerspiel ein…
In den letzten Jahren kam dieser Begriff immer öfter in den Medien vor. Dar Fur, was soviel heisst wie “Land der Fur” (Nein, Markus ^^), befindet sich im Sudan, also im Osten Afrikas gleich unter Ägypten. Obwohl anderthalbmal so gross wie Deutschland, leben dort nur knapp 5 Millionen Menschen. Das liegt daran, dass das Land nicht sehr fruchtbar ist und die Region das Klischee Afrika verkörpert: Hunger, Armut, Bürgerkrieg.
Schon 2003 begann der Aufstand der Rebellen gegen die Regierung, um sich gegen die Ausgrenzung ihres Volkes zur Wehr zu setzen. Als Reaktion darauf setzte die Regierung Milizen ein, die jedoch vehement auf die Zivilbevölkerung losgeht. Man spricht von “massivem und organisiertem Einsatz von sexueller Gewalt als Kriegsmittel”, von Kriegsverbrechen und sogar Völkermord. Auch wenn die Kriterien für letzteres angeblich nicht zutreffen. Nach Schätzungen von 2005 starben über 400′000 Menschen im Darfur-Konflikt…
Warum ich das alles schreibe? Schneeroeschen hat hier vor längerer Zeit einen Beitrag über Strassenkinder in den Philippinen geschrieben, und etwa zeitgleich hab ich den Song “Living Darfur” von Mattafix aufgeschnappt, der mir persönlich sehr gut gefällt. Es ist einfach traurig, was in dieser Welt vorgeht. Man kommt sich so hilflos vor, angesichts der Verzweiflung, die weit weg von unserer übersättigten Gesellschaft herrscht. Und trotzdem können diese Menschen manchmal ein echtes Lächeln auf ihre Lippen zaubern, sich mit dem begnügen, was sie haben. Vielleicht sind sie sogar glücklicher als wir.
Spenden? Ja, vielleicht. Ich habe aber eine Abneigung gegen diese Schnorrer von Amnesty International, die dich auf der Strasse anquatschen und bei Ablehnung von mindestens 5000€/Jahr dich angucken, als hättest du persönlich den Holocaust geleitet. Ausserdem vertraue ich diesen Organisationen nicht wirklich, und Geld verschwindet in der Korruption verdammt schnell. Entwicklungshilfe für Kenia: Angeblich sind mehr als die Hälfte der Gelder, die in die Millionen gingen, verschwunden. Die Reichen wurden immer reicher, die Armen immer ärmer. Wenn man wirklich etwas tun will, dann sollte man selbst dorthin gehen und den Menschen helfen.
Aber das kann ich nicht.
See the nation through the people’s eyes,
See tears that flow like rivers from the skies.
Where it seems there are only borderlines
Where others turn and sigh,
You shall rise
You shall rise
There’s disaster in your past
Boundaries in your path
What do you desire will lift you higher?
You don’t have to be extraordinary, just forgiving.
And those who never heard your cries,
You shall rise
You shall rise
And look toward the skies.
Where others fail, you prevail in time.
You shall rise.
Mina lezingane zami sisoshlala sikhumbula
mina lezingane zami sisoshlala sikhumbula
(You may never know,
If you lay low, lay low)
You shall rise
Sooner or later we must try… Living
(You may never know,
If you lay low, lay low)
See the nation through the people’s eyes,
See tears that flow like rivers from the skies.
Where it seems there are only borderlines
Where others turn and sigh,
You shall rise
You shall rise
You shall rise
You shall rise
So, jetzt kommt mal endlich das Stöckchen an die Reihe, das schon so lange gewartet hat. Ich weiss nicht, warum ich das so vor mir hergeschoben hab, sorry ;)
1. Setze einen Link zu der Person, welche dir das Stöckchen zugeworfen hat.
Das Stöckchen kam von studentenleben hergeflogen.
2. Erwähne die dazugehörigen Regeln in deinem Blog.
3. Erzähle von dir 6 unwichtige Dinge/Gewohnheiten/Macken.
- Jeden Morgen Müsli & eine heisse Schokolade. Sorry, ohne das geht bei mir nichts ^^
- Ich schiebe Unangenehmes gerne auf die lange Bank, bis die Bank dann plötzlich keinen Platz mehr hat. Bis jetzt hat es fast immer geklappt ;)
- Selbst wenn ich noch eine halbe Stunde Zeit hätte, schaffe ich es meist nur knapp auf den Bus/Zug. Irgendwie schaff ich es immer knapp.
- Wenn ich etwas Süsses oder sonstwas Kleines zum Knabbern habe, ist das meist noch am selben Tag verschwunden.
- Ich kann nicht an einem Büschel Klee vorbeilaufen, ohne nach Vierblättrigen zu suchen. Habe gestern wieder eins gefunden… und heute ein Fünfblättriges. Es ist Kleesaison!
- Ich gebs zu, ich versuche manchmal auf Plattenboden, nicht auf die “Striche” zu treten. Oder nur im Schatten zu laufen. Irgendwie hab ich mir das angewöhnt :/
4. Gib das Stöckchen am Ende deiner Antworten an 6 Leute durch Verlinkung weiter.
Hm, soviele Blogger, mit denen ich mich regelmässig austausche, kenne ich ja gar nicht… Ich werfe mal an Schneeroeschen und Labwolf ;)
Sorry, aber wie geil ist das denn? Ab 2:00 schauen!
Ich glaube, es gibt kaum einen beeindruckenderen Tanzstil als Irish Tap, wie er in Riverdance verwendet wird! Das hier ist auch ein geniales Video, und je länger es dauert, desto besser wird es…
Klasse, oder? Michael Flatley (der Tänzer) spielt zwar manchmal ein bisschen Hampelmann, aber hey, tanzen kann er… Und auch sonst ist er ein ziemliches Multitalent. Er hat laut Wikipedia schon hunderte Titel abgestaubt, unter anderem auch mit Querflöte oder sogar Boxhandschuhen. Einträge ins Guinness-Buch sind da schon fast normal. Man könnte fast neidisch werden.
Btw hab ich noch meinen Header mal “erfrischt”. Ich hoffe, er gefällt?
Männer gehen generell mit schwierigen Situationen etwas anders um als Frauen. Aber auch unter den Geschlechtern gibt es das ganze Spektrum. Die einen stürzen sich in Aktivitäten, die anderen verschliessen sich, wieder andere denken und hadern und einige ignorieren einfach alles.
Wie es bei mir ist? Ich denke, ich gehöre zu den Aktivisten. Ich mache viele Dinge, die mich ablenken, treibe ein bisschen Sport und versuche, den Kopf leer zu kriegen. Ich brauche eine Distanz, um einen kühlen Kopf zu bewahren und versuche, mein Leben zu führen, als ob nichts gewesen wäre. Ich lache mit Freunden, gehe aus, wie immer. Denn, sobald ich daran denken muss, kriege ich schlechte Laune, mache mir Vorwürfe oder versinke in Selbstmitleid, je nach Situation. Ich kann das nicht, mit dauernder Trauer leben, ständig darüber nachzudenken und mir den Kopf über wie und warum zu zerbrechen. Ich passe mich (zu?) schnell an, nehme die Tatsachen an, wie sie sind und lebe weiter.
Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limonade draus.
Macht mich das zu einem gefühlskalten Wesen? Ich denke nicht. Denn schwierige Situationen sind für alle Beteiligten schwierig - Nur der Umgang damit ist grundsätzlich verschieden.